Karte statt Kabel
Die Karte oder der Ring kommuniziert per NFC mit einem kompatiblen iOS- oder Android-Smartphone.
REDAKTIONELLER FAKTENCHECK · KEIN LABORTEST
Wie gut ist das Karten-Wallet wirklich? Wir prüfen Konzept, Backup, Sicherheitsnachweise und Nachteile – ohne eine Affiliate-Provision mit einem Testsieg zu verwechseln.

Tangem eignet sich besonders für Menschen, die ihre Wallet mobil und ohne Kabel bedienen möchten. Die größten Stärken sind NFC, mehrere gleichwertige Backup-Geräte und die einfache Handhabung. Der wichtigste Nachteil: Es gibt kein eigenes Display; die Kontrolle erfolgt über das Smartphone.
DAS KONZEPT
Die Fakten stammen aus der offiziellen technischen Dokumentation. Preise und Coin-Unterstützung prüfen wir nicht als dauerhafte Festwerte.
Die Karte oder der Ring kommuniziert per NFC mit einem kompatiblen iOS- oder Android-Smartphone.
Transaktionsdetails erscheinen auf dem Smartphone, nicht auf einem separaten Wallet-Bildschirm.
Die Geräte eines Sets sind gleichwertig. Das Backup wird während der Einrichtung einmalig angelegt.
Tangem lässt sich mit dem Karten-Backup oder alternativ mit einer Seed Phrase einrichten.
Der private Schlüssel wird im Chip der Karte oder des Rings erzeugt und soll das Gerät nicht im Klartext verlassen. Die Tangem-App dient als Oberfläche: Sie zeigt Bestände, erstellt Transaktionen und übergibt die Signaturanfrage per NFC an das Wallet.
Karte und Ring besitzen keinen Akku, kein Kabel und keine eigene Internetverbindung. Für die Bedienung brauchst du aber ein NFC-fähiges Smartphone. Tangem nennt aktuell Android ab Version 6 und iOS ab Version 15 als Voraussetzung; vor einem Kauf solltest du die Angaben für dein konkretes Gerät erneut prüfen.
Bei der seedlosen Einrichtung wird der Schlüssel verschlüsselt auf zwei oder drei Tangem-Geräte desselben Sets übertragen. Nach Angaben des Herstellers sind alle Geräte gleichwertig; es gibt keine Haupt- und Nebenkarte. Geht eine Karte verloren, kannst du eine andere aus dem Set verwenden.
Der entscheidende Punkt: Dieses Backup wird nur einmal während der Einrichtung erstellt. Eine weitere Karte lässt sich später nicht einfach ergänzen. Wer alle Karten verliert, verliert ohne zusätzliche Seed Phrase auch den Zugriff. Bewahre die Geräte deshalb räumlich getrennt und vor fremdem Zugriff geschützt auf.
Tangem beschreibt den verwendeten Secure-Element-Chip als nach Common Criteria EAL6+ zertifiziert. Außerdem verweist das Unternehmen auf zwei Firmware-Prüfungen: Kudelski Security im Jahr 2018 und Riscure im Jahr 2023. Diese Nachweise sind relevant, aber kein Versprechen, dass jede zukünftige App-Version und jede Nutzungssituation risikofrei ist.
Die App ist öffentlich auf GitHub einsehbar. Die Firmware des Wallet-Chips ist dagegen nicht offen und laut Tangem nach der Produktion nicht aktualisierbar. Das reduziert das Risiko eines schädlichen Updates, bedeutet aber zugleich, dass spätere Firmware-Änderungen nicht möglich sind.
Tangem Wallet Overview · Tangem Backup-Dokumentation · Firmware & Authentizität · abgerufen am 7. September 2026.
Kein Kabel und kein separates Desktop-Programm für die grundlegende Nutzung.
Das Wallet benötigt keinen Akku, der regelmäßig geladen oder später ersetzt werden muss.
Einrichtung mit mehreren Geräten oder optional mit klassischer Seed Phrase.
Der Hersteller veröffentlicht Informationen zu zwei externen Firmware-Prüfungen.
Tangem passt eher zu dir, wenn du eine einfache mobile Hardware Wallet suchst, NFC magst und zwei oder drei Backup-Geräte zuverlässig getrennt aufbewahren kannst. Das Konzept ist besonders verständlich, wenn dich Kabel, kleine Displays und komplizierte Desktop-Programme abschrecken.
Ein Wallet mit eigenem Display passt eher, wenn du Zieladressen unabhängig vom Smartphone auf der Hardware prüfen möchtest oder ein klassisches Seed-Backup bevorzugst. Einen pauschalen Sieger gibt es deshalb nicht.
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Tangem verwendet einen Secure-Element-Chip, den der Hersteller als EAL6+ zertifiziert beschreibt. Die Firmware wurde laut Tangem 2018 von Kudelski Security und 2023 von Riscure geprüft. Das beseitigt nicht alle Risiken: Phishing, ein verlorenes komplettes Backup-Set und unachtsam bestätigte Transaktionen bleiben möglich.
Ja. Beim kartenbasierten Backup wird der private Schlüssel während der Einrichtung verschlüsselt auf zwei oder drei Tangem-Geräte übertragen. Alternativ unterstützt Tangem auch eine Einrichtung mit Seed Phrase. Das Backup-Modell sollte vor der Aktivierung bewusst gewählt werden.
Mit einer weiteren Karte oder einem Ring desselben Backup-Sets bleibt der Zugriff möglich. Gehen alle Geräte des Sets verloren und existiert keine separate Seed Phrase, lässt sich die Wallet nicht wiederherstellen.
Nein. Karte und Ring besitzen kein Display. Adressen und Transaktionsdetails werden in der Smartphone-App angezeigt. Wer jede Transaktion auf einem separaten Hardware-Display prüfen möchte, sollte ein anderes Wallet-Konzept vergleichen.
Nein. Karte und Ring werden beim Kontakt über NFC aktiviert und benötigen weder Akku noch Kabel. Für die Verwaltung wird jedoch ein kompatibles Smartphone mit NFC und der Tangem-App benötigt.
Nein. Diese Seite ist ein redaktioneller Faktencheck auf Basis der Herstellerdokumentation und veröffentlichter Sicherheitsprüfungen. Wir behaupten keinen eigenen Labor- oder Langzeittest.
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